Wie stehen die Stadtwerke Nettetal zu Braunkohlestrom?

Dies haben wir die Stadtwerke in einem offenen Brief gefragt:

Aufforderung zur Offenlegung der Lieferanten und Kündigung von Kontrakten für Braunkohlestrom

Sehr geehrter Herr Dieling,

als Nettetaler Lokalversorger werben Sie mit „Strom aus Nettetal“. Vor dem Hintergrund der geringen eigenen Produktionskapazitäten erscheint uns dies irreführend. Tatsächlich ist für Ihre Kunden und Interessenten nicht ersichtlich, von welchen Energieerzeugern die Stadtwerke Nettetal GmbH den vertriebenen Strom beziehen. Vor dem Hintergrund der Energiewende mit Atomausstieg und gewünschter Beendigung der Kohleverstromung sollten Kunden sich jedoch darüber informieren können, von wem sie indirekt Strom bekommen. 

In der Diskussion um die Braunkohle steht aktuell insbesondere die RWE AG in der Kritik. Das Bestehen auf der Rodung des Hambacher Forstes führt vielen Verbrauchern vor Augen, dass Braunkohle der klimaschädlichste Energieträger ist. Zudem werden mit dem Tagebau Wälder abgeholzt und Dörfer zerstört. Das kann und darf uns als Verbraucher und Kunde nicht gleichgültig sein. 

Daher fordern wir Sie auf:  

1)    Legen Sie die Herkunftsnachweise Ihrer Ursprungs-Lieferanten offen – ob direkt oder indirekt über die Südweststrom!

2)    Kündigen Sie mit kürzester Frist Verträge mit Energieerzeugern, die Braunkohle zur Energiegewinnung verwenden – insbesondere RWE! Wirken Sie auf Südwestrom ein, damit diese den Einkauf von Braunkohlestrom ausschließt.

 

Mit freundlichen Grüßen

Bündnis 90 / Die Grünen

Ortsverband Nettetal 

für den Vorstand

Martina Derpmanns    Christian Küsters

 

Der Extra-Tipp Viersen hat dazu bei den Stadtwerken nachgefragt: